Während einem Brückenangebot:  

  • Es empfiehlt sich ein Standortgespräch mit Hochschulangebot, Sozialarbeitenden und Klient oder mindestens ein Austausch mit der/dem Projektleiter*in nach einem Semester. So kann der Lernprozess gemeinsam evaluiert und bei Herausforderungen konkrete Lösungen gesucht werden. Ein solches Standortgespräch hilft der besseren Einschätzung, inwiefern ein anschliessendes Studium tatsächlich realistisch ist und den Kompetenzen des/der Klient*in entspricht. 
  • Zeigt sich während dem Brückenangebot, dass die nötigen Leistungen für ein Studium nicht erbracht werden können, ist es wichtig, rasch alternative Bildungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Hier kann die Beratung von Berufs- und Laufbahnberatenden eine zentrale Unterstützung bieten.  
  • Ist hingegen klar, dass nach dem Brückenangebot ein Studium realistisch ist, sollte frühzeitig die Finanzierung eines anschliessenden Studiums geklärt werden. Mehr zur Vorbereitung auf ein Studium finden Sie hier.  

 

Im regulären Studium:  

  • Es empfiehlt sich, zu Beginn des Studiums den Begleitungsprozess und die Zusammenarbeit zu definieren. So kann abgemacht werden, dass nach jedem Semester oder Studienjahr der Leistungsnachweis an den/ die zuständige*n Sozialarbeiter*in übermittelt und ein Standortgespräch zum Verlauf des Studiums durchgeführt wird. Meist variiert der Unterstützungsbedarf stark und eine individuelle Bedarfsanalyse ist nötig. 

 

  • Um möglichst Stabilität bieten zu können und es dem/der Klientin zu erlauben, sich auf das Studium zu konzentrieren ist eine sichere Finanzierung zentral. Idealerweise ist zu Beginn des Studiums die Finanzierung des gesamten Studiums geklärt, so dass keine laufenden Verhandlungen nötig sind. Dabei ist es wichtig, bei zusätzlichen ausbildungsrelevanten Kosten wie Bücher, die für einen erfolgreichen Verlauf des Studiums wichtig sind, rasch Lösungsmöglichkeiten bieten zu können. 

 

  • Erlaubt der Aufwand des Studiums und die Lebenssituation der/des Klienten*in eine Teilzeitarbeit ist es für die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt hilfreich, diese zu fördern. Da bei Personen, die Sozialhilfe beziehen das Einkommen angerechnet und die Unterstützung der Sozialhilfe entsprechend reduziert wird, ist es zentral den Klient*innen den Mehrwert dieser Arbeitserfahrung aufzuzeigen, auch wenn diese (abgesehen vom Einkommensfreibetrag) nicht zu einem grösseren Einkommen führt.   

 

  • Gegen Ende des Studiums ist es wichtig, den Übergang in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Mit einem schweizerischen Hochschulabschluss können Geflüchtete und Migrant*innen ihre Arbeitsmarktchancen verbessern. Trotzdem sind sie bei der Stellensuche aufgrund des fehlenden Netzwerks, der mangelnden Berufserfahrung in der Schweiz und Vorurteilen bei Arbeitgebenden mit Herausforderungen konfrontiert. Durch die Begleitung eines Job Coaches oder Unterstützung eines freiwilligen Mentors kann die Stellensuche effizienter gestaltet werden.  
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