Für eine gut funktionierende Zuweisung von Teilnehmenden durch fallführende Stellen oder zuständige Sozialdienste ist eine etablierte Zusammenarbeit mit den relevanten Akteur*innen im Einzugsgebiet zentral. Eine solche Vernetzung trägt dazu bei, dass Geflüchtete mit entsprechendem Potenzial über die Angebote informiert und gezielt zugewiesen werden.
Die Zusammenarbeit sollte auf verschiedenen Ebenen erfolgen: Einerseits mit Entscheidungsträger*innen im Bereich der Integrationsmassnahmen, um die grundsätzliche und strategische Zusammenarbeit zu etablieren. Andererseits ist der direkte Austausch mit den zuständigen Sozialarbeiter*innen oder Job Coaches im Einzelfall wichtig.
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Koordination und Vernetzung mit Behörden
Wie können Hochschulen und kantonale Akteurinnen und Akteure ihre Zusammenarbeit nachhaltig stärken? Die Förderung des Hochschulzugangs für Personen mit Fluchthintergrund erfordert eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Integrationsfachstellen, Sozialdiensten, Stipendienstellen und weiteren relevanten Institutionen.
Erfahrungen aus fünf regionalen Workshops zur Studienfinanzierung zeigen, dass sich die Rahmenbedingungen und Entscheidungspraktiken im föderalen System teils deutlich unterscheiden – sowohl zwischen den Kantonen als auch innerhalb einzelner Kantone oder fallführender Institutionen. Finanzierungslösungen werden häufig im Einzelfall entschieden, wodurch unterschiedliche Verfahren und Beurteilungskriterien entstehen. Gleichzeitig werden Herausforderungen sichtbar, die über Finanzierungsfragen hinausgehen und eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen erfordern.
Runde Tische und andere regelmässige Austauschformate haben sich als wirksame Instrumente erwiesen, um den Wissenstransfer zu fördern, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Sie unterstützen die Klärung von Zuständigkeiten, erleichtern die Koordination zwischen den beteiligten Akteur*innen und schaffen eine Grundlage für die Weiterentwicklung kantonaler Strategien zur Förderung des Hochschulzugangs von Personen mit Fluchthintergrund.
Auch Informationsveranstaltungen für Sozial-, Integrations-, Asyl- und Stipendienstellen können dazu beitragen, Wissen über Hochschulzugang, Förderangebote und Studienfinanzierung zu vermitteln und die Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.
Hier finden Hochschulen Good Practices, Empfehlungen und Arbeitshilfen zur Organisation von Runden Tischen, regionalen Austauschformaten und Informationsveranstaltungen sowie Erkenntnisse aus den regionalen Workshops.
Die Finanzierung des Studiums für Geflüchtete – Synthese der Herausforderungen, Good Practices und Empfehlungen aus fünf regionalen Workshops in der Deutschschweiz und der Romandie.
Learnings für Hochschulen aus fünf regionalen Workshops zur Studienfinanzierung für Geflüchtete – Empfehlungen für Hochschulen und Hochschulförderprojekte zur Organisation und Durchführung regionaler Austauschformate.
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Zusammenarbeit mit fallführenden Stellen und Sozialdiensten
Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit mit Sozialdiensten, Integrationsfachstellen und weiteren zuweisenden Stellen? Eine enge Abstimmung zwischen Hochschulen, Hochschulförderangeboten und den fallführenden Stellen ist eine wichtige Voraussetzung, um Personen mit Fluchthintergrund auf dem Weg ins Studium erfolgreich zu begleiten.
Eine frühzeitige Zusammenarbeit erleichtert die Klärung von Zulassungs- und Finanzierungsfragen, schafft Transparenz über Rollen und Zuständigkeiten und ermöglicht eine bedarfsgerechte Unterstützung der Teilnehmenden. Regelmässige Kontakte fördern das gegenseitige Verständnis und tragen dazu bei, individuelle Lösungen gemeinsam zu entwickeln.
Bezieht eine Person Sozialhilfe, sollte frühzeitig geklärt werden, ob der zuständige Sozialdienst das Ausbildungsprojekt unterstützt. Ein Studium ohne vorgängige Absprache kann Auswirkungen auf den Leistungsanspruch haben. Mit dem Einverständnis der betroffenen Person empfiehlt sich daher ein frühzeitiger Austausch mit der fallführenden Stelle, um Zuständigkeiten, Finanzierungsmöglichkeiten und den weiteren Ausbildungsweg gemeinsam zu planen.
Im folgenden Dokument finden Sie Empfehlungen und Anregungen zur Zusammenarbeit mit Sozialdiensten, Integrationsfachstellen und weiteren zuweisenden Stellen.