Wie können Hochschulen Förderangebote für Geflüchtete erfolgreich aufbauen, weiterentwickeln und nachhaltig verankern? Perspektiven – Studium stellt Hochschulen praxisnahe Grundlagen, Qualitätsstandards, Factsheets sowie Daten und Erkenntnisse zur Verfügung. Diese unterstützen bei der Planung, Qualitätssicherung und evidenzbasierten Weiterentwicklung von Förderangeboten.
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Kategorien bestehender Förderangebote
In den letzten Jahren ist die Zahl der Hochschulen, die eigene Förderangebote für Geflüchtete entwickeln, stark gestiegen. Dabei haben sich nicht nur die Anzahl, sondern auch die Vielfalt der Angebote deutlich erweitert. Gleichzeitig zeigen sich unterschiedliche Dynamiken in der Umsetzung: Während Hochschulen Erfahrungen austauschen und Good Practices teilen, werden häufig auch eigene, kontextspezifische Lösungen entwickelt. Bestehende Konzepte lassen sich dabei nicht immer ohne Weiteres auf andere lokale Rahmenbedingungen übertragen.
Um einen Überblick über die verschiedenen Förderangebote zu schaffen, hat Perspektiven – Studium diese in fünf Kategorien eingeteilt:
- Anlauf-, Koordinations- und Beratungsstellen
- Integrationsvorstudien- bzw. Brückenangebote
- alternative Zulassungsmöglichkeiten
- Weiterbildungsangebote
- Zivilgesellschaftliche Projekte
Alle diese Angebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Hochschulzugangs für Geflüchtete. Dabei gibt es nicht das eine ideale Förderangebot – vielmehr sind je nach individueller Ausgangslage unterschiedliche Massnahmen und Unterstützungsleistungen notwendig.
Eine detaillierte Übersicht zu den Kategorien finden Sie im verlinkten Dokument.
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Mindeststandards für Hochschulförderangebote
Schweizweit bestehen rund 30 Förderangebote für Geflüchtete an Hochschulen. Diese unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Ausgestaltung. Während einige als Anlaufstellen konzipiert sind, bieten andere Schnupper- oder Orientierungsprogramme bis hin zu strukturierten Brückenangeboten. Auch hinsichtlich des Unterstützungsumfangs, der Vernetzung sowie der Zusammenarbeit mit weiteren Förderangeboten, kantonalen Behörden und NGOs im Asyl- und Integrationsbereich bestehen erhebliche Unterschiede.
Vor diesem Hintergrund hat Perspektiven – Studium 2024 Mindeststandards als Qualitätskriterien zur Einordnung und Weiterentwicklung solcher Förderangebote definiert. Sie dienen Hochschulen als Orientierungshilfe und unterstützen die Qualitätssicherung sowie die Weiterentwicklung bestehender Programme.
Ziel ist es, dass die Hochschulförderangebote diese Standards schrittweise umsetzen und so gemeinsam zur Stärkung und Weiterentwicklung der Förderlandschaft beitragen.
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Förderangebote für Geflüchtete an einer Hochschule aufbauen und weiterentwickeln
Das Factsheet bietet praxisnahe Hinweise zu hochschulinternen Abläufen, zur Zusammenarbeit mit externen Akteur*innen sowie zu Finanzierungsfragen. Darüber hinaus stellt es verschiedene Kategorien von Förderprogrammen vor und beleuchtet deren Chancen und Herausforderungen.
Ein abschliessender Fragekatalog unterstützt die Reflexion und Weiterentwicklung bestehender Angebote. Hier geht es zum Factsheet: Förderangebote aufbauen und weiterentwickeln
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Finanzierung von Hochschulförderangeboten
Wie können Hochschulförderangebote für Geflüchtete nachhaltig finanziert werden? Die nachfolgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten und zeigt Ansätze für eine langfristige finanzielle Absicherung auf.
Hier geht es zur Zusammenstellung: Finanzierung von Förderangeboten für Geflüchtete an Hochschulen
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Teilnehmendenprofile und Wirkungsdaten - Grundlagen für Hochschulen
Wer nimmt an Hochschulförderangeboten für Geflüchtete teil? Welche Bildungsbiografien bringen die Teilnehmenden mit, und welche Bildungs- und Berufswege schlagen sie nach Abschluss der Programme ein? Diese Fragen sind für Hochschulen zentral, um ihre Förderangebote bedarfsgerecht zu gestalten, deren Wirkung sichtbar zu machen und die Weiterentwicklung datenbasiert zu unterstützen.
Perspektiven – Studium erhebt deshalb jährlich anonymisierte Teilnehmendendaten aus Hochschulförderangeboten in der ganzen Schweiz. Die Auswertungen liefern Hochschulen wichtige Erkenntnisse zu den Zielgruppen, ihren Bildungsbiografien sowie zu Ergebnissen und Wirkungen der Programme und helfen, bestehende Wissenslücken im Bereich Hochschulzugang und Studienintegration von Geflüchteten zu schliessen.
Da eine umfassende und systematische Datenerfassung bislang nicht in allen Förderangeboten möglich ist, basieren die Auswertungen auf den verfügbaren Daten der teilnehmenden Programme.
Die Analyse von 18 Hochschulförderangeboten zeigt, dass im akademischen Jahr 2024/25 insgesamt 646 Personen an entsprechenden Programmen teilgenommen haben.
Für 189 dieser Teilnehmehmenden liegen vertiefte soziodemografische Informationen vor:

- 63% der erfassten Personen waren weiblich.
- 41,3% verfügten über einen Asylstatus B, gefolgt von 34,4% mit Schutzstatus S.

- Die beiden häufigsten Herkunftsländer waren die Ukraine (74 Personen) und die Türkei (62 Personen).
- 63% der Teilnehmenden waren älter als 31 Jahre.

- 57% verfügten mindestens über einen Bachelorabschluss.
Aus acht Projekten liegen Auswertungen zum Verlauf der Teilnahmen vor. Die Ergebnisse zeigen:
- Rund 77% der Teilnehmenden haben das jeweilige Angebot erfolgreich abgeschlossen.
- Rund 82% der erfolgreichen Absolvent*innen haben eine geeignete Anschlusslösung gefunden (Studium, andere Ausbildung oder Stellenantritt).
Die kompakte Übersicht der Daten 2024/25 finden Sie hier.
Darüber hinaus wurden Daten aus Hochschulförderangeboten aus den Jahren 2016 bis 2024 ausgewertet (rund 1’200 Personen). Diese Langzeitanalyse ermöglicht einen vertieften Blick auf die Zusammensetzung der Teilnehmenden sowie die Entwicklung der Zielgruppen. Sie zeigt unter anderem, dass 57 % der erfassten Personen Männer waren, die Hälfte über einen Asylstatus B verfügte, 47 % aus der Türkei stammten, 63 % älter als 31 Jahre waren und 57 % mindestens einen Bachelorabschluss besassen.
Die detaillierten Auswertungen von 2016 bis 2024 finden Sie hier.
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Monitoring und Wirkungsmessung weiterentwickeln
Ein systematisches Monitoring der Teilnehmendendaten sowie die Nachverfolgung der weiteren Bildungs- und Berufswege der Absolvent*innen sind zentrale Voraussetzungen, um die Wirkung von Hochschulförderangeboten sichtbar zu machen und ihre Weiterentwicklung evidenzbasiert zu gestalten. Erkenntnisse darüber, ob Teilnehmende ein reguläres Studium aufnehmen, eine weitere Ausbildung beginnen oder andere Bildungs- und Berufswege einschlagen, liefern Hochschulen wertvolle Grundlagen für Planung, Evaluation und strategische Entscheidungen.
Perspektiven – Studium unterstützt Hochschulen bei der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Monitoring- und Evaluationskonzepte. Gerne beraten wir Sie zu Möglichkeiten der Datenerhebung, Auswertung und Wirkungsmessung.
Kontaktieren Sie uns: perspektiven-studium@vss-unes.ch